Bürgerdialog „Heimat im Quartier“ – Wie geht es weiter?

Rund 700 Bürgerinnen und Bürger folgten am 15. März der Einladung der Landesregierung NRW zum Bürgerdialog. Mit Ministerinnen und Ministern diskutierten sie über die Zukunft der Quartiere in NRW. Die Veranstaltung wurde hier dokumentiert.
Auch jetzt können Projekte und Ideen zum Leben im Veedel eingebracht werden. Daraus entsteht der "Bürgerbericht Quartier", dessen Umsetzung die Landesregierung prüfen wird.
Mit dem Bürgerdialog wird den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zur Beteiligung gegeben. Diskutieren Sie mit! 
www.heimat-im-quartier.de

Inklusiver Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Frauen – Tagungsdokumentation

Zur Fachveranstaltung "Inklusion von Frauen mit Behinderung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt" im Dezember 2013 ist die Dokumentation online verfügbar.
Das Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln und die Regionalagentur Köln haben zur Fachveranstaltung am 9. Dezember 2013 eingeladen. Das ZsL Köln ist Partner der Veranstaltung.

Neuer Wegweiser Barrierefreiheit

Das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V. und der Beuth Verlag haben gemeinsam das neue Online-Portal www.wegweiser-barrierefreiheit.de veröffentlicht. Es bietet einen schnellen Überblick über die einschlägigen rechtlichen und technischen Bestimmungen. Der Wegweiser enthält nach Bundesländern gegliedert eine vollständige Darstellung der geltenden rechtlichen Bestimmungen in den Bereichen Öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungsbau, Personennahverkehr und Schienenpersonenverkehr.

Video zu einem inklusiven Arbeitsmarkt

"Wir helfen gerne – jederzeit! ArbeitgeberInnen beraten ArbeitgeberInnen" ist der Titel des Kurzvideos der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland zum Projekt Job-Win-Win. Dessen Botschaft ist es, den Peer-Effekt auch für die Beratung von Arbeitgeber/innen durch andere Arbeitgeber/innen zu nutzen.
Link zum Film

Golf für Schlaganfall-Betroffene und Angehörige

Am 17. Mai 2014 bietet das PartnerProjektGolf den nächsten Golf-Schnuppertag auf der Golfanlage Konzept-Golf/Gut Clarenhof an. Die Teilnahme am Schnuppertag ist kostenlos. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie bei ppgolf

Herzlichen Glückwünsch, liebe Konvention…

Liebe UN-Behindertenrechtskonvention, liebe Konny,
in diesen Tagen feiern wir gemeinsam deinen fünften Geburtstag und freuen uns sehr darüber, dass du am 26. März 2009 endlich bei uns in Deutschland eingezogen bist.
Eigentlich hatte Tante Angela aus Berlin gedacht, sie hätte alles soweit vorbereitet, dass du ruhig und brav in deiner Wiege liegen und schon sehr bald einschlummern würdest. So nahm sie dich freudestrahlend auf und gab dir ohne Vorbehalte ein neues Zuhause.
Kaum dass du in Deutschland angekommen warst, wollten dich viele Menschen mit Behinderung sehen und mit dir spielen. Tante Angela schaffte es nicht mehr, das zu verhindern.
So kam es, wie es kommen musste. Du wurdest zusehends quengelig und fingst an, dich lautstark bemerkbar zu machen. Als dann auch noch die ersten Zähne kamen, hast du das Haus von Tante Angela aus voller Kehle zusammengeschrien.
Bald aber kann dir die Idee, die neuen kleinen Zähne dazu zu benutzen, wofür sie eigentlich gemacht sind, nämlich hier und da zuzubeißen. Die uralten Tanten „Fürsorge“ und „Sozialhilfe“, beide schon ziemlich alt und klapprig und nicht mehr in der Lage zu verstehen, wie man heute so leben möchte, bekamen dies oft genug zu spüren und trugen schmerzhafte Bissverletzungen davon. Sie fühlten sich nicht mehr geliebt und verstanden und waren ziemlich beleidigt.
Kaum dass du in der Lage warst, dich in Bewegung zu setzen, hast du überall gezupft und gezogen, Schubladen geöffnet und entlüftet und ganz schön viel Chaos angerichtet. Tante Angela und ihre Kabinettsfreunde dachten, das wächst sich schon wieder raus, die Konny ist ja noch klein. Tante Angela ging mit dir immer wieder in den Inklusionspark, um allen Leuten zu erzählen, wie süß sie dich fände, wie stolz sie auf dich sei und wie sehr sie darauf achten wolle, dass du dich gut entwickeln könntest.
Du aber warst nicht mehr bereit, alles was Tante Angela oder die alten Tanten "Fürsorge" und "Sozialhilfe" mit dir anstellen wollten, hinzunehmen. Du wolltest mit den anderen Kindern spielen und die gleichen Spielsachen haben wie sie. Langsam lerntest du auch zu sprechen, sodass du immer wieder Tante Angela in die Augen geschaut und gefragt hast: „Was die anderen haben, möchte ich auch haben, oder hast du mich nicht genauso lieb wie die anderen Kinder?!“Da wurde Tante Angela ganz rot im Gesicht, was sie ziemlich ärgerte. Sie fühlte sich ein bisschen erwischt. Als sie dir erzählt hat, für kleine und große Menschen mit Behinderung gäbe es wunderbare Einrichtungen und Lebensentwürfe speziell für sie, da wären die gaaanz glücklich, weil Tante "Fürsorge" und Tante "Sozialhilfe" immer so nett zu ihnen seien, hast du sie mit großen Augen angeschaut und gefragt, ob sie noch alle Tassen im Schrank hätte.
Da war Tante Angela sehr erschrocken und hat sich überlegt, wo du denn solche bösen Worte gelernt hättest. Eilig traf sie sich mit ihren Kabinettsfreunden und man überlegte sich einen Plan, einen richtigen Aktionsplan! Auf ganz viel Papier und mit viel bunter Farbe wurde geschrieben, gemalt und erzählt, dass jetzt alles gut würde für kleine und große Menschen mit und ohne Behinderung und alle miteinander viel Spaß haben würden.Kleine Kinder neigen bekanntlich dazu, bohrende Fragen zu stellen und damit zu nerven. Das war bei dir nicht anders. Bei jeder Gelegenheit fragtest du Tante Angela:
„Sag mal, Tante Angela, …

…warum werden die Kinder mit dem Rollstuhl morgens mit einem großen Schulbus in eine ganz andere Schule gefahren als ihre Freunde, wo sie doch ihren Tornister mit dem Rollstuhl viel cooler tragen könnten?
…warum muss der nette Nachbar im Rollstuhl immer sein Sparschwein schlachten, nur damit jemand kommen kann, um ihn ins Kino zu begleiten?
…wenn so viele Menschen mit Behinderung immer zum Jobcenter gehen, macht das Spaß und kann man da etwas gewinnen?
…wenn so viele Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt arbeiten, können die auch mein Dreirad reparieren?“

Tante Angela fand das ziemlich anstrengend.
Jetzt kommst du bald in die Schule. Das wird für dich ein ganz neuer Lebensabschnitt. Du wirst jeden Tag ein bisschen größer, schlauer und kritischer werden, und das ist gut so.
Wir freuen uns sehr, dass du fortwährend mit großem Engagement und Neugierde die Welt von Menschen mit und ohne Behinderung erkundest und kritisch hinterfragst. Lass dir kein X für ein U vormachen und glaube nicht alles, was man dir vorzugaukeln versucht.
Wie oft wirst du falsch verstanden, mit Füßen getreten und für Zwecke missbraucht, die du gar nicht willst. Deswegen wird es notwendig sein, hin und wieder mit viel Wut im Bauch und Trotz deine Wünsche lautstark zu äußern und durchzusetzen. Deshalb freuen wir uns schon sehr auf deine Pubertät.
Du hast uns gezeigt, dass es auch anders geht, dass wir Rechte haben, die überall auf der Welt gelten. Ein Leben ohne dich können wir uns nicht mehr vorstellen. Nochmals alles Gute zum 5. Geburtstag!
Deine Rasselbande

Selbstbestimmt Leben, was ist das…?

Das Europäische Netzwerk Selbstbestimmt Leben (ENIL) hat wichtige Begriffe zum Selbstbestimmten Leben definiert. Damit soll das Konzept des Selbstbestimmten Lebens vor Missbrauch geschützt werden.
Die Definition findet man unter www.enil.eu/policy/ (ganz unten findet sich auch eine Übersetzung ins Deutsche)
Unter www.enil.eu/il-definitions/ kann man die Grundsätze mit seiner Unterschrift unterstützen!

Selbstbehauptung für Menschen mit Behinderung

Die Akademie Lebensspur bietet 2014 vier weitere Kurse in Selbstbehauptung an. Das Angebot richtet sich an behinderte Menschen ab 16 Jahren und findet in Köln und Bonn statt. Infos gibt es auf der Webseite der Stiftung Lebensspur

Modellprojekt zur Elternassistenz

"Elternassistenz erproben – Artikel 23 UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen" ist ein Projekt des Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern e.V., das von 2013 bis 2016 mit Unterstützung von Aktion Mensch bundesweit durchgeführt wird. An zwei Standorten gibt es Beratungsstellen (Hannover und Erfurt), über E-Mail-, Online- und Telefonberatung erreichen Sie das Team auch bundesweit.
Elternschaft von Menschen mit Behinderung ist seit 2009 auch in Deutschland ein Menschenrecht. Deutschland hat sich deshalb dazu verpflichtet, diese Eltern bei der Versorgung eigener oder angenommener Kinder mit angemessenen Hilfen zu unterstützen.
Weitere Infos zum Projekt